Tag 7:
Heute geht es von Möðrudalur zum Myvatn, dem Mückensee zu unserem nächsten
Campingplatz. Wir fahren über Godafoss, Asbyrgi, Husavik zum Myvatn.
Der Godafoss ist sehr beeindruckend mit seinen 200.000 l/s Wasser, die sich in die Tiefe stürzen:
Asbyrgi zeigt eine krasse Felsformation mitten in der Ebene:
Bis Husavik geht es bei Sonnenschein an der Küste entlang, wir haben das Gefühl wir sind im Mittelmeerraum statt in Island:
Von Husavik fahren wir eine Offroad-Nebenstrecke zum Myvatn, direkt durch ein Geothermal-Gebiet, welches gerade bautechnisch erschlossen wird. Wir treffen also auf Baufahrzeuge undbereits verbreiterte Pisten.
Am Campingplatz wird erst mal geduscht und die erste Wäsche gewaschen. Der Blick über den See ist einfach zauberhaft.
Tag 8:
Die zweite Offroad-Tour steht an. Heute geht es von Akureyri über Laugafjell zum Landmannalaugar.
Die Anfahrt zum Laugafjell über die 821- F821 auf die Hochebene ist wiederrum landschaftlich einfach grandios:
Zuerst das grüne Tal der 821 bis zum Anstieg auf die F821, wo die Landschaft sich plötzlich in eine Mondlanschaft verwandelt:
Viele Furten mussten bewältigt werden und es fängt auch noch zu regnen an.
Am Laugafjell angekommen, ist für uns zwei sogar eine ganze Holzhütte frei. Das ist doch besser als im Regen das Zelt aufzubauen.
Es gibt sogar einen 40°C-Hotpot im Freien, welchen wir gerne nutzen. Kaum sind wir im warmen Wasser, kommen 27 Reiterinnen von einem Hochland-Pferdetreck am Laugafjell an und zu uns ins Wasser, honi soit, qui mal y pense ...
Am Abend kommt eine Deutsch-Mallorquienerin zu uns zum Plaudern, dabei wird der Rum von Gerd zunichte gemacht.
Tag 9:
Am Morgen regnet es. Tja, hilft nix, aufsattel und ab zum Landmannlaugar. Eine Rangerin gibt uns noch den Tip eine Paralellroute zur F26 (Sprengisandur) zu benutzen, da diese schöner sei. OK, machen wir dann auch. Die Abfahrt zur 26 ist genauso beeindruckend wie der Hinweg.
Aus dem Nebel tauchte hin und wieder der Gletscher des Höfsjökull auf und reckte uns seine blaue Zunge entgegen, welch ein tolles Bild:
In Hraunejar wird wieder getankt und sofort Landmannalaugar angesteuert, die ungewöhnlichste und farbenreichste Landschaft, die ich jemals gesehen habe.Der erste Campingplatz Landmannalaugar war dermassen von Leuten bevölkert, daß wir umdrehten und Landmannhillgir ansteuerten, was uns eine studentin in Hraunejar geraten hatte. Und Recht hatte sie, ein wirklich schöner Campingplatz mit Rasen erwartete uns.
Schnell war das Zelt aufgebaut und einer hübschen Luxemburgerin ( Claudine) beim Zeltaufbau geholfen. Später kam ein Leihwagen mit 4 jungen Piloten der German Wings an und diese liessen sich neben uns nieder. Da sie am nächsten Tag die Heimreise antraten, wollten sie den Restalkohol vernichten...... wir halfen ihnen. Das wurde ein feucht-fröhlicher Abend ....
Tag 10:
Ein schöner, warmer Tag erwartete uns und blauer Himmer. Und das ganze im Landmannalaugar, dessen Farbenpracht dadurch so richtig zum Vorschein kam.
Es war ein Tag vieler, vieler Furte.
Einzig eine Furt am Axlarfoss war so breit und mit grossen Steinen versehen, daß wir vernünftigerweise umkehrten und 10 Kilometer zurückfuhren.
Aber zumindest ein gutes Mittagessen machten wir uns am Axlarfoss.
Durch diese grandiose Gegend ging es dann hinunter zur N1 und dann nach Vik, unserem südlichsten Punkt unserer Reise.
Eine riesige Föhnlinse saß über dem Felsen von Vik und diese versprach auch nichts Gutes, denn in der Nacht wurden wir mit waagrechtem Regen vom Meer her überrascht.
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