Tag 4:
Ankunft in Seyðisfjörður.
Um 5:00Uhr ( UTC + 1 ) werden wir geweckt, ab 7:30 Uhr muss die Kabine geräumt sein, da das Reinigungspersonal die Kabinen wieder herrichten muss für die nächsten Gäste .
Ab jetzt gilt die Islandzeit UTC. Es regnet, aber der Regen wird schwächer.
Nach Verlassen der Fähre geht es gleich in Richtung Egilsstaðir, um das erste Mal zu tanken. In Island sind die meisten Tankstelle Automaten mit Kreditkarten-Zahlung, aber meine PIN stimmt anscheinend nicht, na ja, dann tanke ich mit Gerd's Karte und wir rechnen das hinterher ab. Hier tritt gleich bei einer Bikerin auf einer Ducati ein Schaden auf. Beim Heranfahren an die erste Kreuzung schaltet Sie in den ersten Gang .... und das war's. Nichts geht mehr, die Kiste lässt sich nicht mehr schalten und starten. Hier zeigt sich wieder , daß der ADAC ein Engel ist. Ein Anruf, Werkstatt ist organisiert, Ersatzteil wird beschafft, Sie schafft ihr Gepäckt auf die Multistrada ihres Mannes und sie können Island erfahren, während bis zum Urlaubsende die Ducati wieder hergerichtet wird.
Der erste Zeltplatz am See Lagarfljot wird angesteuert. Sonne, Wärme, Wiese .. perfekt.
Runter mit dem Gepäck und gleich eine Erkundungstour in Richtung Süden gestartet, um dieStrassenbeschaffenheit zu sehen, besonders den nicht-asphaltierte Teil.
Am Abend bekommen wir das erste Mal die Eigenart der Isländer zu spüren, daß während des kurzen Sommers Kinder völlige Narrenfreiheit haben. Sie dürfen draussen toben, bis sie nicht mehr wollen. Ab 3 Uhr in der Früh war Ruhe. 3/4 des Jahres ist es dunkel, daher ist dieses Verhalten absolut verständlich und ok ( es gibt ja Ohrenstöpsel ;-) ).
Tag 5:
Ein herrlicher Sommermorgen. Nach dem Frühstück wird alles abgebaut und verstaut und es geht über die 931 und 910 aud die erste Offroadstrecke. Im Navi und der Karte als kleine graue Strecke markiert, finden wir eine echte Offroad-Strecke mit allen Arten des Untergrundes, Morast, Sand, Schotter, Wiese, Furten.... , geschwitzt haben wir !!!!!
Der geplante Tankstop in Adalbol fällt flach, da der Mineralölkonzern diese Tankstelle dicht gemacht hat, schätze wegen zu geringen Ertrages. Aber zumindest sehr guten Kaffee und Kuchen bekommen wir.
Da wir mit den Zusatztanks und den Kanistern locker auskommen, beschliessen wir in Richtung Askia weiter zu fahren.
Diese Anfahrt zur Askia hat es in sich, die Strecke ist sehr abwechslungsreich mit Wüste, Sandpassagen, Furten, Schotter.
Ein offroad-fähiger Bus kommt uns entgegen, wir treffen auf zwei Fahrradfahrer, voll bepackt und schwitzend. Hut ab vor der Leistung in diesem Gelände. Sogar zwei BMS Adventure-Fahrer aus Italien treffen wir, die sehen ziemlich erledigt aus. Wo sind eigentlich die anderen Offroad-Bikes aus der Fähre ???
Eine Rangerin hält uns an und belehrt uns über Verhaltensmassnahmen in diesem Naturschutzgebiet. Zuwiderhandlungen werden drakonisch bestraft. Die F910 südlich der Askia bleibt gesperrt, da diesen Winter so viel Schnee war, das jetzt noch was dort liegt und deshalb die Piste in schlechtem Zustand ist.
Endlich erreichen wir am Abend den Campingplatz Dreki am Askia-Vulkan.
Es ist kalt und windig, aber die seltsamsten Offroad-Gefährte sind da. Zelt aufgebaut und erst mal heiss duschen. Jetzt geht's wieder ;-)
Tag 6:
Heute fahren wir von der Askia über die F88 in Richtung Möðrudalur, unserem nächsten Campingplatz.
Es ist zwar "nur" die Hochlandpiste, aber die gefühlten 20 Furten sind absolut erfahrenswert, selten so viel Spass gehabt. Wurden die ersten Furten anfangs noch erst geprüft, fahren wir mittlererweile einfach durch, vorbei an erstaunten PKW-Fahrern, welche die Querung penibel inspizieren. An einer Furt jedoch, mit starker Strömung, reißt es mir einen Fuss vom Fussraster und ich bekomme ihn nicht mehr drauf. Also im ersten Gang stromabwärts schräg ans andere Ufer. Geiiiil, aber es hätte auch schief gehen können ...
Die Schotterpiste ist wie ein Wellblech, deshalb ist nur bei einer bestimmten Geschwindigkeit die Kiste absolut ruhig, bei 57kmh konnte ich ruhig fahren.
Der Campingplatz Möðrudalur ist absolut schön hergerichtet, mit viele Liebe zu Detail.
Das sind wir in Island nicht gewohnt, da die meisten Isländer nicht viel Aufhebens machen um das Äussere ihrer Unterkünfte.
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